Transparenz & Hinweis Unsere Analysen dienen ausschließlich der Veranschaulichung technischer Indikatoren. Sie ersetzen keine individuelle Beratung. Ergebnisse variieren je nach Marktlage und Kontext.
Praxis 21. Februar 2026

Interview: Datenqualität und Transparenz – worauf es bei der Bewertung technischer Indikatoren ankommt

Interview im Team zum Thema Datenqualität
Anna Becker Leitung Datenanalyse

Wir haben Anna Becker befragt, wie sie mit ihrem Team die Qualität von Analysen sicherstellt. Sie berichtet, warum methodische Reflexion und offene Fehlerkultur im Umgang mit technischen Indikatoren entscheidend sind.


Martin Fuchs

Wie sichern Sie im Team die Datenqualität bei der Analyse technischer Indikatoren?

Anna Becker

Gute Datenqualität beginnt bei uns mit der Quellenprüfung. Wir verlassen uns nie auf einen einzelnen Anbieter. Alle verwendeten Datensätze werden dokumentiert, verglichen und – falls möglich – mit historischen Referenzwerten abgeglichen. Wir setzen auf das Prinzip des Vier-Augen-Prinzips. Das bedeutet: Mindestens zwei Personen überprüfen unabhängig voneinander die Datenbasis und hinterfragen Unstimmigkeiten. Erst wenn wir sicher sind, dass Quellen und Methoden plausibel sind, gehen wir in die Analyse. Trotzdem bleiben Unsicherheiten – das machen wir transparent, indem jede Annahme und jeder Prüfschritt schriftlich festgehalten wird.


Martin Fuchs

Welche Rolle spielt Transparenz im Bewertungsprozess und wie wird diese umgesetzt?

Anna Becker

Transparenz verlangt für uns, dass alle Schritte nachvollziehbar dokumentiert werden. Das betrifft sowohl die Auswahl der Methoden als auch die Kommunikation der Ergebnisse. Wir führen Protokolle zu allen Analyseschritten, halten Rückfragen und Diskussionen fest und speichern diese zentral. Besonders bei widersprüchlichen Ergebnissen ist die Diskussion wichtig: Jeder muss verstehen können, wie es zur Einschätzung kam. Wir stellen sicher, dass Dokumentationen nicht nur für das Team, sondern auch für Dritte verständlich bleiben.


Martin Fuchs

Welche Fehlerquellen begegnen Ihnen am häufigsten und wie geht das Team damit um?

Anna Becker

Typische Fehlerquellen liegen oft im Übersehen von Ausreißern oder im falschen Umgang mit fehlenden Daten. Wir beugen dem vor, indem wir Plausibilitätsprüfungen durchführen und Ausreißer gezielt markieren. Besonders hilfreich ist hier unser internes Review-System: Jede Analyse geht einmal durch einen Kollegen, der unbeteiligt war. Das verhindert Betriebsblindheit und erhöht die Zuverlässigkeit. Wir lernen laufend dazu und passen unsere Prüfschritte an, sobald neue Fehlerquellen sichtbar werden.


Martin Fuchs

Welche Bedeutung messen Sie dem Teamgedanken bei der Indikatorbewertung bei?

Anna Becker

Teamarbeit ist für uns der Schlüssel zur Qualitätssicherung. Unterschiedliche Blickwinkel helfen, Schwachstellen in der Methodik zu entdecken. Wir fördern offene Diskussionen, bei denen auch kritische Rückfragen erwünscht sind. Zudem wechseln wir regelmäßig die Rollen im Analyseprozess – das sorgt für neue Perspektiven. Unsere Erfahrung zeigt: Wer Fragen stellt und Annahmen offenlegt, schützt sich besser vor Fehlinterpretationen.

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